Hornacker bietet Platz für 350 Bürger

Fr, 10. November 2017 Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.

Erster Spatenstich für das neue Wohngebiet / Abschluss der Baumaßnahmen ist bis Anfang 2021 vorgesehen.

Beim ersten Spatenstich
(von links): Claudio Stuckert, Marc Stuckert, Tobias Benz, Sven van Gasteren (Vertrieb Stuckert), Matthias Ryzlewicz, André Homp (Sparkasse), Aribert Frece und Stuckert-Bauleiter Josef Adrian, der die nächsten Jahre viel Zeit auf dem Hornacker verbringen wird.

Foto: Ralf H. Dorweiler

GRENZACH-WYHLEN. Einen langen Weg hat das Baugebiet Hornacker genommen. Verschiedene Pläne, das Areal am Hörnle zwischen Bahnlinie und Grenze zur Schweiz zu bebauen, sind gescheitert. Jetzt fand nach mehreren Jahren Brachliegens der erste Spatenstich statt. Der Freiburger Immobilien-Bauträger Stuckert will hier Platz für 350 neue Bürger schaffen. Bis Ende 2020 sollen alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein.

"So große Baugebiete werden heutzutage nur noch selten ausgeschrieben", sagte Aribert Frece, Prokurist bei Stuckert. Immerhin handele es sich um rund 21 000 Quadratmeter, die das Unternehmen im März 2016 von der Schweizer Pensionskasse Abendrot gekauft hatte. Die Planung einer Solarsiedlung nach Visionen des Freiburger Solararchitekts Rolf Disch war damit Geschichte. Nach der Arbeit an der Erschließungsplanung, die in hervorragender Zusammenarbeit mit der Gemeinde stattgefunden habe, könne nun der Bau beginnen. Die Erschließungsarbeiten laufen bereits, Anfang 2018 soll auch im ersten Bauabschnitt mit der Errichtung der ersten Gebäude begonnen werden. Vorgesehen sind 83 Wohnungen in fünf Mehrfamilienhäusern und 48 Reihenhäuser, die insgesamt Raum für 350 neue Bürger schaffen. Frece sprach auch das "nachhaltige Energiekonzept" an. In Zusammenarbeit mit Energiedienst werde ein Blockheizkraftwerk und ein Nahwärmenetz eingerichtet. Auf den Dächern sollen Fotovoltaikanlagen Strom produzieren. Ein E-Auto- und Carsharingkonzept soll weiterhin neben der idealen Lage in direkter Nähe zu Basel für das neue Wohngebiet sprechen. Insgesamt werden 12 700 Quadratmeter Wohnfläche geschaffen, wofür ein finanzielles Bauvolumen von 40 Millionen Euro kalkuliert ist. Frece sprach an, dass man für die Menschen bezahlbaren Wohnraum entwickele. Die Interessenten könnten mit eigenen Konfigurationsmöglichkeiten der Häuser die Kosten beeinflussen.

Einen "guten Tag für Grenzach-Wyhlen" erkannte Bürgermeister Tobias Benz, der sich freute, dass mit Stuckert nicht irgendein Bauträger im Hornacker eingestiegen sei, sondern ein Unternehmen, das in Südbaden für viele gelungene Projekte bekannt sei. Benz skizzierte, dass Grenzach-Wyhlen als am stärksten wachsende Zuzugsgemeinde am Hochrhein dringend weiteren Wohnraum benötige – und zwar in allen Preiskategorien. 350 neue Bürger, vor allem junge Familien, bedeuteten aber auch weiteren Bedarf im Betreuungsangebot für Kinder, sei es in Krippen, Kindergärten oder Schulen. Junge Menschen dazuzubekommen, sei eine positive Entwicklung, so Benz, der informierte, dass die Vermarktung der Wohnungen und Reihenhäuser bereits auf sehr hohes Interesse stoße.

Bevor der Bau mit dem ersten Spatenstich eröffnet wurde, versicherte der Geschäftsführer der Firma Weisenburger, die den Bau übernimmt, Matthias Ryzlewicz, dass die Baugenehmigung jetzt vorliege. Für weitere Gelegenheiten zum Feiern sei gesorgt, so soll auch ein Richtfest stattfinden, bei dem sicher auch schon künftige Bewohner mit vor Ort sein werden. Die Bauherren stießen im Anschluss mit einigen Gemeinderäten an.